Die Nutzung von Isländisch Moos hat auf Island langjährige Tradition
Isländer haben Cetraria seit Jahrhunderten genutzt. Man schätzte die ganzheitliche, wohltuende Wirkung und den Nährwert, den Mineralreichtum an Eisen und Kalzium sowie den Gehalt an Faserstoffen. Daher war Isländisch Moos Bestandteil von Cetraria-Milch, Pudding, Brot und Tee.
Heilende Wirkung
Als Medizin wurde die Pflanze vor allem bei Atemwegsbeschwerden wie Katarrh, chronischer Bronchitis, Asthma, aber auch bei Tuberkulose angewendet. Ferner wurden Verdauungsstörungen, Magenbeschwerden und Appetitlosigkeit damit behandelt. Darüber hinaus wurden gute Ergebnisse bei der Anwendung auf trockener Haut, Ekzemen oder langsam heilenden Wunden berichtet.
Aktive Inhaltsstoffe
Wie auf der Wissenschaftsseite näher ausgeführt besitzt Isländisch Moos einen hohen Gehalt an wasserlöslichen Polysacchariden und besonderen organischen Flechtensäuren. Die Ergebnisse der Vielzahl von Untersuchungen läßt sich wie folgt zusammenfassen:
• Antioxidativ
• Antibakteriell
• Antiviral
• Antitumoreffekt
• Stimulation des Immunsystems
Höchst wahrscheinlich wurde Isländisch Moos bereits zur Zeit der Erstbesiedelung um 874 n. Chr. verwendet. Belege über Sammelaktionen finden sich daher bereits in den Sagas, der klassischen, nationalen Geschichtsschreibung. Überliefert ist auch, dass Ländereien mit Cetraria-Vorkommen einen gesteigerten Wert besassen.
Ernte und Rezepte
In alter Zeit wurde die Flechte im Sommer zur Zeit der Mitternachtssonne gesammelt. Die Ernte begann am späten Abend, wenn der Tau die Pflanzen weich werden ließ. Die Sammelgruppen blieben 1 bis 2 Wochen in ihrem Gebiet, dann war der Bedarf für den Winter gedeckt.
Wir haben hier für Sie einige Rezepte zusammengestellt für den Fall, dass Sie selbst einmal ein wenig experimentieren möchten;
Grütze
Isländisch Moos, gewässert und zerkleinert
mit warmen Wasser aufgiessen
Weizenmehl oder getrockneten Reis hinzugeben
mit Milch auffüllen
Cetraria Milch
Die ganze Pflanze mit Milch aufkochen
Tee
Die ganze Pflanze in Wasser aufkochen, filtern und warm trinken.
Dieser Trunk der alten Wikinger galt als besonders gesund und wurde bei den oben geschilderten Atemwegsbeschwerden eingenommen.




