Flechten
Isländisch Moos, botanisch Cetraria islandica, ist eine Flechte.
Flechten gehören zu den Pilzen. 710 Flechtenarten kommen auf Island vor - ein Zeichen der hohen Reinheit von Luft und Wasser.
Biologie der Flechten
Flechten sind prominente Beispiele für symbiotische Lebensgemeinschaften; in diesem Fall zwischen einem Pilz und einer Alge bzw. einer blau-grünen Alge. Jedem Partner kommt dabei eine bestimmt Rolle in der Lebensgemeinschaft zu.
Der Pilz sorgt für die Versorgung mit Wasser und Mineralien während die Alge Photosynthese betreibt und atmosphärischen Stickstoff nutzbar macht.
Ökologie
Flechten leben auf kargen Substraten wie Steinen, Baumrinde, totem Holz oder sogar auf Beton, Eisen oder Plastik.
Andere Arten sind an das Leben an speziellen Standorten angepasst, wie z.B. in stark salzhaltiger Umgebung wie dem Meer.
Wachstumsformen
Wachstumsformen und Farben variieren breit im Reich der Flechten. Im wesentlichen unterscheidet man heute 3 Hauptgruppen: krustige Flechten, blättrige Flechten und strauchartige Flechten.
Krustige Flechten bilden, wie der Name sagt, Krusten auf dem Substrat. Häufig sind es farbenprächtige, auffallende Stellen auf Klippen und Steinen.
Blättrige Flechten leben auf verschiedenen Substraten, besonders auf Heidekraut und anderen kleinen Pflanzen.
Strauchartige Flechten leben wie die Blattflechten zwischen anderen Pflanzen. Zu diesem Typ zählt auch Isländisch Moos. Man findet sie überall auf Island, aber besonders häufig und in dichten Populationen in entlegenen Gebieten des Hochlands und den Heidelandschaften des Nordens.
Isländisch Moos
kommt abhängig von den Umweltbedingungen wie Feuchtigkeit, Schatten, Schutz vor Wind und Wetter, in einer Vielzahl von Wuchsformen vor. Den Formenreichtum belegt die folgende Abbildung:




